DSGVO + AI Act Audit für Ihre Website
in 60 Sekunden
Der DSGVO-Check prüft in sieben Punkten, wo auf Ihrer Website Datenschutz- und KI-Kennzeichnungsrisiken sichtbar sind, zum Beispiel Cookie-Banner, Dienste aus den USA, AI Act Art. 50 oder AV-Verträge. Er gibt eine Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Ergebnisse sind eine automatisierte Stichprobe mit allgemeinen Hinweisen zu möglichen Folgen.
Für die Prüfung vor dem Einsatz eines KI-Systems lesen Sie den Leitfaden zu KI und DSGVO im Unternehmen.
Was prüft der DSGVO-Check?
7 Risiko-Ebenen, jede einzeln verständlich erklärt.
Cookie-Banner
Sind die Buttons gleich prominent? Werden Cookies VOR Klick gesetzt? Wir erkennen 11 gängige Cookie-Banner-Lösungen.
Google Fonts ohne Einwilligung
Das LG München I hat im Januar 2022 (Az. 3 O 17493/20) einem Kläger 100 € Schadenersatz wegen einer Google-Fonts-Einbindung zugesprochen. Wir prüfen, ob Ihre Fonts lokal oder über Google geladen werden.
US-Tool-Risiken (Schrems-II)
Analyse-, Werbe-Pixel-, Newsletter-, Kalender- und Zahlungsdienste aus den USA. Wir erkennen 17 gängige US-Dienste und gleichen sie mit unserer DPF-Liste ab (Stichprobe, ohne Gewähr).
AI Act Art. 50 (Transparenzpflicht)
Wenn Sie einen Chatbot auf Ihrer Seite einsetzen, muss grundsätzlich erkennbar sein, dass Nutzer mit einer KI sprechen (Art. 50 Abs. 1 KI-Verordnung, seit 2. August 2026 anwendbar). Wir erkennen 24 Chatbot-Anbieter.
Datenschutzerklärung
Ist sie da? Ist sie vollständig (Verantwortlicher, Rechtsgrundlage, Betroffenenrechte, Drittland, KI-Nutzung)? Wir checken 8 Pflicht-Sektionen automatisch.
Impressum und Banner-Symmetrie
Pflichtangaben nach DDG §5 (bis 13.05.2024: TMG §5) plus Gleichwertigkeit von Akzeptieren und Ablehnen im Cookie-Banner. Häufige Abmahn-Themen, wir zeigen Hinweise darauf.
AV-Verträge
Welche Tools auf Ihrer Seite verarbeiten personenbezogene Endkunden-Daten? Wir listen sie auf, Sie sehen, für welche Dienste ein Vertrag zu prüfen ist.
Warum viele KMU beim Thema KI zögern
Nach unserer Einschätzung zögern viele KMU beim Einstieg in KI wegen Datenschutz, AI Act und AV-Verträgen. Belastbare Zahlen liefern Umfragen von Branchenverbänden; wir nennen hier bewusst keinen Einzelwert. Viele technische Risiken auf einer Website lassen sich nach unserer Einschätzung mit überschaubarem Aufwand beheben.
Datenschutz von Anfang an mitzudenken heißt: das System wird so gebaut, dass möglichst wenige personenbezogene Daten anfallen. Das ergänzt Verträge und Dokumentation und reduziert das Risiko, ersetzt sie aber nicht.
- Server in Deutschland: Hetzner (Nürnberg) statt US-Hosting; die Auslieferung erfolgt über Cloudflare.
- Datensparsamkeit bei KI: Ziel ist, möglichst wenige personenbezogene Daten an KI-Dienste zu übergeben.
- Minimaldatenprinzip: Tools sammeln nur, was nötig ist (z. B. Web-Analyse ohne Cookies und ohne vollständige IP-Adresse, wo möglich).
- EU-Dienste bevorzugt: E-Mail-Versand und Web-Analyse über Anbieter mit Sitz oder Servern in der EU, wo verfügbar.
- Cookie-Banner mit gleichwertigen Schaltflächen: Akzeptieren und Ablehnen gleich prominent.
Google Fonts, US-Tools, AI Act: drei häufige DSGVO-Themen bei Websites 2026
Risiko 1, Google Fonts ohne Consent (LG München I, Januar 2022, Az. 3 O 17493/20):
Nach dem Urteil gab es zahlreiche Abmahnungen wegen der IP-Übertragung an Google beim Laden von Google Fonts. Das Gericht sprach im Einzelfall 100 € Schadenersatz zu. Fix: Google Fonts lokal einbinden (bei WordPress zum Beispiel über ein Plugin oder im Theme, Aufwand je nach Setup).
Risiko 2, US-Tools nach Schrems-II:
EuGH hat 2020 das Privacy-Shield-Abkommen gekippt. Seit Juli 2023 gilt das Data Privacy Framework (DPF), aber NUR wenn das US-Tool zertifiziert ist UND Ihre Konfiguration die Garantien einhält. Google Analytics-, Werbe-Pixel- und Newsletter-Tools mit US-Bezug sind bei KMU-Websites verbreitet und deshalb einen Blick wert.
Risiko 3, AI Act Art. 50 (Transparenzpflichten):
Die Hinweispflicht bei KI-Interaktion nach Art. 50 Abs. 1 KI-Verordnung ist seit 2. August 2026 anwendbar, zum Beispiel für Chatbots. Die Kennzeichnung KI-erzeugter Inhalte nach Art. 50 Abs. 2 gilt für bereits vorher angebotene Systeme ab 2. Dezember 2026 (Stand: Oktober 2026). Gesetzlicher Höchstrahmen für Bußgelder: bis 15 Millionen € oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist; die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest. Viele KMU haben das Thema nach unserem Eindruck noch nicht auf dem Zettel.
Datensparsamkeit bei Bot-Agent (Server in Deutschland)
Typisches Setup bei KMU mit KI-Automation: Ein Anbieter erhält Ihre Endkunden-Daten (Namen, E-Mails, Anfragen). Sie schließen einen AV-Vertrag (Art. 28 DSGVO). Die datenschutzrechtliche Verantwortung bleibt dennoch bei Ihnen.
Bot-Agent-Setup:
- Die meisten Automatisierungen arbeiten mit Ihren eigenen Daten (Briefings, Templates, Wissensbasis).
- Chatbot und Telefonassistent verarbeiten Anfragen von Besuchern und werden als KI gekennzeichnet.
- Server in Deutschland (Hetzner), Auslieferung über Cloudflare, KI-Modelle externer Anbieter mit Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA und SCC liegen für Anthropic und OpenAI vor, für Google werden sie vor Verkaufsstart bestätigt).
- Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist vorgesehen, wo Auftragsverarbeitung stattfindet.
Das ist eine Entwicklungsentscheidung und keine Rechtsberatung. Ob Ihr Einsatz die Datenschutzanforderungen erfüllt, hängt vom Einzelfall ab.
Häufige Fragen (FAQ)
Darf ich überhaupt ChatGPT im Geschäft nutzen?
Wie hoch sind Bußgelder bei DSGVO-Verstößen für KMU?
Brauche ich einen AV-Vertrag mit US-Tools wie ChatGPT oder CRM-Software?
Dürfen meine Kundendaten in ein US-Automation-Tool oder in ChatGPT?
Was ist Art. 50 des EU AI Act und was bedeutet er für mich?
Muss ich offenlegen, dass mein Chatbot KI ist?
Was tun bei einer Google-Fonts-Abmahnung?
Wie lange dauert ein DSGVO-orientiertes Setup?
Ist Selbst-Hosting auf Hetzner schwierig?
Welche EU-Alternativen gibt es zu Google Analytics?
Mein Anbieter sagt, alles sei datenschutzrechtlich in Ordnung. Reicht das?
Ist Bot-Agent BAFA-förderfähig?
Brauche ich nicht einen Datenschutz-Anwalt oder eine Consent-Lösung?
- Consent-Management-Plattformen (CMP) blockieren Tracking bis zur Zustimmung und stellen einen Cookie-Banner bereit. Fokus: Consent-Ebene. Preise und Funktionen unterscheiden sich je nach Anbieter.
- Ein Datenschutz-Anwalt bewertet rechtliche Risiken individuell und schreibt eine rechtsverbindliche Stellungnahme. Honorare variieren.
- 7 Ebenen (Cookie-Banner-Symmetrie, Google Fonts ohne Consent, US-Tools/Schrems II, AI Act Art. 50 Indikatoren, Vollständigkeit der Datenschutzerklärung, Impressum, AV-Vertrag-Relevanz)
- 17 Signaturen gängiger US-Dienste (Analyse, Werbe-Pixel, Kalender, Chat, Zahlungen) mit Abgleich gegen die DPF-Liste
- Allgemeine Hinweise zu möglichen Folgen (gesetzlicher Rahmen und ein bekanntes Urteil, z. B. LG München I 2022), ohne Euro-Schätzung für Ihre Website, keine rechtliche Bewertung
- Top-5 auffällige Hinweise mit Aufwand-Schätzung
Wichtig: Dieser Scan ist eine automatisierte Stichprobe (Momentaufnahme) und stellt keine Rechtsberatung dar (§ 2 RDG), auch keine Zertifizierung. Bei konkretem Risiko ist anwaltliche Beratung erforderlich. Alle Angaben ohne Gewähr.
Glossar: DSGVO + AI Act verstehen
DSGVO
Art. 6 DSGVO
TDDDG (früher TTDSG)
EU AI Act Art. 50
Schrems-II
DPF (Data Privacy Framework)
AV-Vertrag
Banner-Symmetrie
DDG §5
CMP
DOI (Double-Opt-In)
Weitere kostenlose Checks
Alle Bot-Agent-Tools sind kostenlos, ohne Anmeldung nutzbar.
Bot-Agent: Abo ab 49 €/Monat (vorläufig)
Bot-Agent entwickelt Automatisierungen datensparsam: Server in Deutschland (Hetzner), Auslieferung über Cloudflare, Auftragsverarbeitungsvertrag vorgesehen, KI-Kennzeichnung nach Art. 50 EU AI Act in Chatbot und Voice-Demo. Der Verkauf ist noch nicht geöffnet, Preise sind vorläufig.